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Die Strahlkraft der römischen Küche: Laser, wie das schmeckt.

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Liest man alte römische Rezepte, beispielsweise das römische Kochbuch des Apicius, begegnet man des Öfteren dem Laserkraut. Hier am Beispiel der Lasersauce (lat. Laseratum):

Kopie der Quelle in deutscher und lateinischer Sprache (Laserkopierer).

Silphium (lat. Laserpicium bzw. griechisch Silphion) oder einfach nur „Laser“ schoss im heutigen Libyen aus dem Boden und wurde u. a. von den Römern verwendet da es heilende und wohlschmeckende Eigenschaften besaß. Die darauf basierenden Rezepte breiteten sich wohl sehr schnell aus.

Das Kultivieren der wertvollen Pflanze gelang nicht und schließlich wurde Laser durch das intensive Sammeln so selten, dass es mit spiegelndem Silber aufgewogen wurde. Durch diesen Raubbau wurde die Pflanze vermutlich im 1. Jahrhundert blitzartig ausgerottet.

Ersatzpflanzen der gleichen Familie (Doldenblütler) wie Asant können wählerische Zungen leider nicht im gleichen Maße blenden.

Laser wird uns somit als botanisches & mahnendes Beispiel des Raubbaus an der Natur begleiten und wir alle können traurig sein, dieses Kraut nicht sammeln und bündeln zu können.


Mehr zum Thema: Laserkraut Silphium auf Wikipedia

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